|
Buchgrössen:
Alle Buchgrössen ergeben sich ursprünglich aus
dem Papierbogen, der aus der Papiermühle kam.
Dieser Papierbogen, einmal gefaltet ergab dann
das Folio (also 2°) - Format. Danach, nach dem
Falten des Folio-Formates ergab sich das Quartformat
= 4° und die Teilung des Quartformates ergab
zwangsläufig das Oktav-Format = also 8 x gefaltet.
Kleinere Bücher als im Oktavformat, beschreibe
ich meist mit kl.8° eigentlich müssten die mit
12° oder auch 12mo. bezeichnet werden, fachlich
richtig heisst es aber : Duodez-Format. Für
Duodez gibt es folgende Begründung: aus einem
dreimal gebrochenen Zweidrittel-und einem zweimal
gebrochenen eingelegten Eindrittelbogen; also
einmal acht und einmal vier = zwölf Bl. (daher
duodez). Noch kleiner ist dann das Sedez - (Format):
16° oder 16mo. = viermal gebrochener Bogen =
16 Bl. (häufiger jedoch aus vier je dreimal
gebrochenen Halbbogen zusammengelegt = zweimal
8 Bl).
8° = Oktav bis 25cm. auch gr.= groß 8°
4° = Quart 25 - 35 cm.
Folio (auch 2°) 35 - 45 cm.
Groß Folio über 45 cm.
(Quelle: http://antiquariat-henke.de/glossar/)
Format
Mit
dem Format wird die Größe eines Buches nach
Höhe und Breite angegeben (nicht die Dicke).
Die Formatangabe kann in Zentimetern erfolgen
oder nach der klassischen Formel, die sich daraus
ableitet, wie viele Blatt aus einem gefalzten
Druckbogen entstehen. Da das Papier ursprünglich
das Pergament als Schriftträger ablöste, gehen
die Bogengrößen auf dessen Maß zurück, das durch
die mögliche Nutzfläche einer Schafhaut begrenzt
war. Für Druckbogen kann man von einem Format
von ca. 45 x 60 (bis 50 x 70) Zentimetern ausgehen.
Daraus ergeben sich:
1 x gefalzt = 2 Blatt = Folio (2°)
2 x gefalzt = 4 Blatt = Quart(o) (4°/4to)
3 x gefalzt = 8 Blatt = Octav(o) (8°/8vo)
4 x gefalzt zu 12 Blatt = Duodez (12°)
4 x gefalzt zu 16 Blatt = Sedez (16°)
Das Oktavformat wird als Standard angesehen
und braucht deshalb in der Beschreibung nicht
genannt zu werden. Besonderheiten können durch
Zusätze deutlich gemacht werden, z.B. quer-schmal-8vo
(oder entsprechende Abkürzungen). Es gibt immer
wieder Unklarheiten über die Reihenfolge der
Werte für Höhe und Breite, die daher rühren,
dass im graphischen Gewerbe die Breite zuerst
genannt wird und sich diese Gewohnheit bis in
die Buchproduktion auswirkt. Im Bibliothekswesen
und damit sinnvollerweise auch im Antiquariat
ist es jedoch anders: Hier wird die Höhe vor
der Breite genannt. In bibliothekarischen Beschreibungen
ist die Formatangabe für neuere Bücher inzwischen
ganz verschwunden. Für die Beschreibungen von
alten Drucken ist sie allerdings auch dort noch
üblich und richtet sich ausschließlich nach
der Rückenhöhe.
(Quelle:
http://www.antiquare.de/cms/index.php?id=79)
Erst seit 1972 geben die Deutsche Bibliographie
und Das Schweizer Buch Formate nach Buchrückenhöhe
in Zentimetern an. In anderen (und älteren)
Bibliographien gibt es kompliziertere Bezeichnungen.
Bei Buchrückenhöhe bis 10 cm erfolgt die Bezeichnung
in cm.
bis 18,5 cm = Kleinoktav (kl. 8°),
bis 22,5 cm = Oktav (8°),
bis 25 cm = Großoktav (gr. 8°),
bis 35 cm = Quart (4°),
bis 45 cm = Folio (2°),
höher als 45 cm Großfolio (gr. 2°)
Die Formatbezeichnungen leiten sich vom Falzvorgang
her:
1x gefalzt = 2 Blatt Folio (2°),
2x gefalzt = 4 Blatt Quart (4°),
3x gefalzt = 8 Blatt Oktav (8°),
4x gefalzt = 12 Blatt Duodez (12°),
4x gefalzt = 16 Blatt Sedez (16°)
(Quelle:
www.buchmarkt-college.de/lexikon/1057-buchformate.htm
)
hilfreiche Links:
Fachbegriffe /Index:
www.antiquare.de
(für den Inhalt dieses Links
übernehme ich keine Verantwortung)
Buchformate:
http://de.wikipedia.org/wiki/Buchformat
(für
den Inhalt dieses Links übernehme ich keine
Verantwortung)
|